Am Anfang stand ein Gefühl, dieses besondere Empfinden an sehr heißen Sommertagen, wenn kühles Wasser die Haut berührt. Eintauchen. Die Hitze abstreifen. Schweben. Für einen Moment scheint der Körper leichter zu werden, seine Grenzen weniger eindeutig.

Aus dieser sinnlichen Erfahrung entstand meine Installation „Wasser auf meiner Haut“, die ich im Rahmen der Ausstellung watermarks im September 2026 in Wien gezeigt habe. Zwölf 3 Meter lange, teilweise transparente Stoffbahnen hingen frei im Raum. Darauf Aktfiguren, gemalt in vielen Schichten transparenter Farbe. Schon der Malprozess selbst war vom Wasser bestimmt. Mit viel Wasser verdünnt floss die Acrylfarbe über und in den Stoff, blieb transparent oder verdichtete sich.

In der Installation waren diese Bahnen immer in Bewegung. Sie drehten sich bei jedem Luftzug leise, Körper erschienen hinter Körpern, Farben und Konturen überlagerten sich, in jedem Moment veränderte sich das Gesamtbild. Um die räumliche Erfahrung und die Bewegung in zweidimensionalen Bildern spürbar zu machen, habe ich Fotografien der Ausstellung digital bearbeitet und manipuliert.

Die ursprünglich geraden Stoffbahnen beginnen sich zu wellen. Körper werden gedehnt, gestaucht und von einer imaginären Strömung erfasst. Malerei, Stoff und Figur scheinen ihre feste Form zu verlieren.
Was in der Installation tatsächlich durch Luft, Transparenz, räumliche Staffelung und die Bewegung der Besucher:innen geschieht, findet nun innerhalb des Bildes statt.
Diese Verwandlung führt einen Gedanken weiter, der schon in der ursprünglichen Arbeit angelegt war:
Wahrnehmung verändert sich, nimmt Gestalt an, berührt und verändert sich erneut.
Alles bleibt im Fluss.

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Instagram: @uhammerschick
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